Großes Interesse an umweltgerechter Entsorgung
(Meldung vom 26. Juni 2009)
Partslife / Viele Interessenten bei der diesjährigen Partnertagung
Volle Stuhlreihen bei der diesjährigen Partslife-Partnertagung. Rund 70 Unternehmensvertreter und zahlreiche Journalisten waren der Einladung der Entsorgungsspezialisten der Kfz-Branche nach Bamberg gefolgt. „Dies allein zeigt, welch großes Interesse diese Thematik für die Branche hat“, betonte Partslife-Geschäftsführer Wolfgang Steube anlässlich der Tagung, auf der zahlreiche Referenten den Gesellschaftern und Journalisten Einblicke in die aktuellen Themen rund um Entsorgung, gesetzliche Auflagen und Einsparungen durch Energieeffizienz gaben.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung konnte Wolfgang Steube mit mehreren positiven Neuheiten aufwarten. So konnte mit der Global Automotive Service ein neues Mitglied für die Gesellschafterrunde geworben werden. „Damit erweitern wir unser Werkstatt-Netzwerk auf Karosserie- und Lackbetriebe“, machte Steube die Ausdehnung des Partlife-Systems hierdurch deutlich. Denn Global Automotive Service verfügt über rund 2.000 Partner aus diesem Bereich. Bereits im vergangenen Jahr konnte Partslife sechs neue Gesellschafter – Hans Hess Autoteile GmbH, ATP Auto-Teile Partner, adelphi consult GmbH, ATEV, Herth + Buss Fahrzeugteile sowie SC Autonet Import SRL - hinzugewinnen, sodass die Gesellschafterrunde nunmehr aus 19 Unternehmen besteht. Mit Wahler und PE konnten zudem zwei neue Systempartner gewonnen werden. Damit fungieren 54 namhafte Industrie- und Handelsunternehmen mit 67 starken Marken als Systempartner von Partslife. Auch die Schar der Vertragshändler konnte erweitert werden. So gehören Kraft Rendsburg, Dworzak KG, Kronlachner sowie Birner nunmehr hinzu. 588 neue Dienstleistungsvereinbarungen konnten im vergangenen Jahr verbucht werden. Somit steigt die Zahl der Nutzer des Partslife-Systems auf 8.557.
Vielfache Aktivitäten
Diese Zahlen verdeutlichen auch den Erfolg der zahlreichen Marketing-Aktivitäten, sowie die Präsenz von Partslife auf den Messen 2008. Ein wichtiger Meilenstein bei der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sei auch, dass das Unternehmen seit letztem Jahr klimaneutral sei. Über die Aktion „plant-my-tree“ habe das Unternehmen bereits 148 Bäume pflanzen lassen und so 300 Tonnen CO2 kompensiert. Auch in diesem Jahr sind einige spektakuläre Marketingmaßnahmen, wie die Teilnahme am Mülltonnenrennen in Hermeskeil am 29. und 30. August, zu erwarten. Darüber hinaus verwies Wolfgang Steube auf den vom ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen ausgelobten ÖkoGlobe und forderte die anwesenden Unternehmen auf, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Sinn des Preises ist laut der beiden Wettbewerbsinitiatoren – Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer und der Künstler HA Schult hatten das Institut gegründet – einen Impuls zu schaffen, damit die Mobilitätssysteme sich zugunsten des immer fortschreitenden Klimawandels verändern.
Ebenfalls erfreulich sei der Zugriff von rund 4.400 Homepagebesuchern sowie über 60 redaktionelle Artikel in den Fachmedien im vergangenen Jahr. Des weiteren machte der Partslife-Geschäftsführer deutlich, dass die Systemgebühr für die Partner seit 2007 bereits um 1/3 gesenkt wurde und auch in 2010 eine weitere Senkung zu erwarten sei.
Bei allem Erfolg blieben trotzdem einige Wünsche für die Zukunft – wie die Reduzierung an Vorschriften, sagte Steube mit Blick auf die rund 60 Prozent der aus Brüssel kommenden Entsorgungsregelungen.
Juristische Einblicke in die 5. Novelle der Verpackungsverordnung und ihre Auswirkungen auf den Automotive Market gab Rechtsanwalt Dr. Olaf Konzak. Systembeteiligungs- bzw. Lizenzierungspflicht nach § 6 Absatz 1, Absatz 3 der VerpackV (3) bestehen nunmehr für Hersteller und Vertreiber, die in Verkaufsverpackungen verpackte Waren erstmals in den Verkehr bringen. Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht, der in der Kanzlei Legerlotz Laschet Rechtsanwälte Köl tätig ist, machte deutlich, dass diese Regelung für alle Verkaufs- und Transportverpackung gelten und Werkstätten juristisch als Endverbraucher bewertet werden. Der auf diesen Bereich spezialisierte Partslife-Mitarbeiter Daniel Grub bekräftigte, dass die Entsorgungsspezialisten der Kfz-Branche auch in diesem Bereich gern mit Lösungsvorschlägen und Know-how weiterhelfen.
Partslife-Projektmanager Markus Tiemann informierte anschließend über das Elektro- und Batterie-Gesetz und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen für Hersteller und Vertreiber. Hier machte er deutlich, dass als Hersteller im Sinne dieses Gesetzes nicht nur Unternehmen gelten, die Elektro- und Elektronikgeräteherstellen und vertreiben oder erstmalig in den deutschen Markt bringen. Auch Unternehmen, die Waren von einem nicht registrierten Hersteller in den Verkehr bringen, sind von dieser gesetzlichen Regelung betroffen. So sind diese nach dem Elektrogesetz verpflichtet, sich bei der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) vom Umweltbundesamt registrieren zu lassen, die Registrierungsnummer zu führen und Mengemeldungen abzugeben. Darüber hinaus muss eine insolvenzsichere Garantie gestellt, ein Treuhänder benannt sowie betroffene Geräte gesetzeskonform gekennzeichnet und die Rücknahme und fachgerechte Entsorgung organisiert werden. Dieses Gesetz betrifft laut Tiemann auch Leuchtstoffröhren. Auch über das Batterie-Gesetz gab der Partslife-Mitarbeiter einen kurzen Überblick. So sind Unternehmen, die Batterie herstellen, vertreiben, handeln oder erstmalig in den Verkehr bringen, verpflichtet, die Batterien mit einer durchgestrichenen Mülltonne zu kennzeichnen und die chemischen Substanzen sowie die Kapazität anzugeben. Im Umgang mit beiden Gesetzen verfügt Partslife über spezialisierte Mitarbeiter, so das Unternehmen.
Informationen zum Thema Energieeffizienz
Welche Einsparungsmöglichkeiten durch Energieeffizienz beispielsweise in den Bereichen Druckluft, Lüftung, Kälteerzeugung und Beleuchtung möglich sind, machte Mikael Henzler, deutlich. Der Geschäftsführer der Adelphi Consult aus Berlin betonte, dass rund 36 Prozent der Energie in diesen Bereichen verbraucht werden. Rund 62.000 Druckluftanlagen sind in Deutschland installiert. Allein 33 Prozent Energie könnten hier mit einfachen Mitteln eingespart werden, so Henzler. Im Bereich der Kälteerzeugung sogar 50 Prozent, sagte Henzler und gab den Anwesenden gleich Beratungsbeispiele von Adelphi Consult und Partslife mit auf den Weg. Über die Möglichkeiten der Freisetzung liquider Mittel zur Finanzierung von Energieeffizienz-Maßnahmen informierte gleich anschließend Diplom-Kaufmann Dirk Knipp, Geschäftsführer der Hamburger Svea Gesellschaft für Projektentwicklung und Betreuung mbH & Co KG.
Über die Auswirkungen der aktuellen Abfallwirtschaftsregelungen auf Industrie, Handel und Werkstätten referierten neben den Partslife-Spezialisten Ralf Ganz und Sebastian Tannhäuser auch Simone Vogele, die derzeit an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen eine Diplom-Arbeit zum Thema „Die grüne Werkstatt – das Gütesiegel für umweltorientierte Kfz-Werkstätten“ erstellt. Mit dem daraus resultierenden Prämiumbaustein Eco-Plus von Partslife werde ein brancheneigenes Gütesiegel kreiert, um die Top-Betriebe auszuzeichnen und Ökologie mit Ökonomie zu verbinden, ist das Partslife-Team sicher.
Auch der Nachmittag der Partslife-Partnertagung war geprägt von informativen Vorträgen und regen Diskussionen. So informierte Gerhard Hofmann vom Deutschen Wetterdienst über „Klimaveränderungen“.
Was hat der der Automotive Aftermarket von der Politik zu erwarten? Diese Frage beantwortete Inga Karten von der miller und meier consulting Berlin. Neue Sichtweisen durch innovative Studenten vermittelte die OSCAR GmbH & Organisationsforum Wirtschaftskongress e.V. Über umweltbezogenes Marketing in der Praxis informierte Jörn Lorenz, Marketingleiter der Tenneco Automotive.
Entsprechend des umfangreichen informativen Programmes kreierte Georg Kreiner, Vorsitzender des Gesellschafterrates, die Botschaft des Tages: „In Bamberg haben wir die Lösung gesucht und auch gefunden. Denn mit Partslife haben wir eine Lösung, mit der wir Umweltfragen so deutlich ansprechen können, dass jeder sagt, man muss diese Lösung haben.“